Liebherr Radlader L580


Viele der umgebauten Funktionsmodelle im Maßstab 1:87 stammen von Herpa. So auch dieser Liebherr Radlader L580. Dieses Standmodell dient als Grundlage um zum fahrtüchtigen Arbeitstier umgebaut zu werden. 

Die verbaute Technik hat sich bereits bei vielen anderen schon existierenden Radladern bewehrt. Warum also nicht einfach bestehende Konzepte aufgreifen und diese Anwenden.

 

 

 

 

Neben der normalen Fahr- und Lenkfunktion wurde der Arm durch Messingprofile verstärkt und mittels eines 6 mm Motors mit einem 1/136 Planetengetriebes das über eine Schnecke ein 19 Ritzel antreibt beweglich gemacht. Das ist nicht die ideale Wahl um einen Hebel anzutreiben aber aus Platzgründen gibt es wenig Alternativen.

Die Schaufel wird mittels eines 6 mm Motors in Kombination mit einem 1/700 Planetengetriebes bewegt. Für die Kraftübertragung werden Kegelzahnräder mit der Modulgröße 0,2 verwendet.

Für den Fahrantrieb wurde ein 6 mm Motor mit einem 1/26 Planetengetriebe verwendet. Dieser wurden pendelnd gelagert damit der Radlader auch über unwegsames Gelände fahren kann und mit den Reifen genügend Bodenkontakt behält.

Mittels eines kleinen Hebels und einem 1,8 g Mikroservo wird die voll proportionale Lenkung angetrieben. 

Außen am Radlader wurden als normale Scheinwerfer 0603 Leds verwendet. Vorne kommen zwei weiße und hinten zwei rote LEDs zum Einsatz. Zusätzlich wurden noch 6 Arbeitsscheinwerfer realisiert. Damit auch eine Fahrt im öffentlichen Straßenverkehr zulässig ist wurden Blinker mit orangenen LEDs verbaut. Da der Fahren von innen schlecht überblicken kann, welche Lichter gerade eingeschaltet sind, wurden im Armaturenbrett 4 Status-LEDs mit der Größe 0402 verbaut und entsprechend verdrahtet.

Der verwendete 150 mAh Lipo liefert genug Energie um den Radlader ca. 45 Minuten zu bewegen. Das reicht aus um eine Menge Kippsattelzüge mit Sand zu beladen.

 

Verwendeten Komponenten:

Hubarm: 6 mm Motor mit einem 1/136 Planetengetriebe

Schaufel: 6 mm Motor mit einem 1/700 Planetengetriebe

Fahren: 6 mm Motor mit einem 1/26 Planetengetriebe

Lenken: 1,8 g Mikroservo

Akku: 150 mAh Lipo

Emfpänger: Deltang Rx43d3

 

Beleuchtung:

Außen: 0603 Leds

Innenraum: 0402 Leds 

 


Auf den folgenden Bildern sieht man sehr gut, wie die Hinterachse pendeln aufgehängt wurde. Der Platz für das Servo wurde ebenfalls gleich ausgefräst.

Erste Stellprobe mit den noch Original-Reifen. Diese werden später durch weiche Silikonreifen ersetzt. Auf den folgenden Bildern sieht man sehr gut, wie viel Platz noch für Akku, Empfänger und Widerstände unter der Abdeckung vorhanden ist. 

Als nächstes widmen wir uns dem Arm und der Schaufel. Der Arm wird über eine Schnecke und einem 19er Ritzel bewegt. Das ist nicht der ideale Weg aber die Platzverhältnisse lassen hier nicht wirklich andere Möglichkeiten zu. Der Arm wird in Messinghülsen gelagert. Mittels Verstiftung wird der Arm auf der 1 mm Welle fixiert. Die Klebestelle ist an diesem Punkt zu klein um eine Dauerhafte Fixierung zu garantieren. Mit Hilfe eines Bohrständers und eines Dremels wurde in jeden der beiden 1 mm dicken Arme ein 0,5 mm Loch gebohrt. In die Messingwelle wurden an den entsprechenden Stellen ebenfalls 0,5 mm Löcher gebohrt. Dabei ist zu beachten, das die Löcher im gleichen Winkel sind damit die Arme später auch im gleichen Winkel stehen. 

Schaut doch schon ganz gut aus. Nun können wir uns der Aufnahme des Motors widmen der die Schaufel bewegen wird. Hier kommt ein 6 mm Motor mit einem 1/700er Planetengetriebe zum Einsatz. Auf diesen wird eine Kegelrad fixiert. Ob man das klebt oder verstiftet kann jeder für sich entscheiden. Ich habe es geklebt. 

Wenn die Motorhalterung fest ist gibt es noch etwas rote Farbe drauf damit das zusätzliche Bauteil nicht auffällt. Zusätzlich wurde an den Arm noch eine Buchse befestigt. Diese dient dazu, mögliche Anbaugeräte mit Strom zu versorgen. Ein MotorTiny2 sorgt für die Stromversorgung. Nun kann der fertige Arm auf der 1mm Welle verstiftet werden. Verstiftet wird das Ganze mit zwei 0,5 mm Messingdrähten die mit einem Hauch Sekundenkleber fixiert werden. 

Der Vorder- und Hinterwagen wurden als nächstes Verbunden und einige LEDs am Fahrzeug verklebt. Für die vorderen Scheinwerfer kommen 0603 LEDs zum Einsatz. 2 Stück direkt auf dem Kotflügeln und 4 Stück oben an der Kabine. Die Blinker bestehen ebenfalls aus LEDs der Größe 0603.

Im nächsten Schritt haben der Empfänger und die Widerstände ihren Weg in das Modell gefunden. Die Widerstände wurden auf eine flexible Leiterbahn gelötet und haben darüber ein gemeinsames Plus bekommen. Die Rundumleuchte auf dem Dach besteht aus einer 0603 LED, die Blinkfrequenz wird aus dem Deltang entnommen. Es ist keine weitere Steuerplatine nötig.

Wenn alles richtig verkabelt wurde, steht dem nun folgendem Spielspaß nichts mehr im Wege. Wie die Verkabelung aussieht könnt ihr euch hier genauer ansehen. Alles kleiner Zusatz wurden im Führerhaus auch ein paar LEDs platziert.  

Bevor es an den ersten Arbeitseinsatz geht, wird der Radlader noch etwas gealtert. Auf einer Baustelle wird man nur sehr selten einen neues Baufahrzeug ohne Kratzer und Schmutz zu Gesicht bekommen. Also ran an die Airbrush und ein bisschen Schmutz und Staub aufgetragen. Das vordere Fenster wurde vorher mit Klebeband in Form des Scheibenwischers abgeklebt. Wichtig, Zahnräder und andere mechanische Teile vor dem Lackieren abkleben. 

 

Fazit: Ein Radlader macht richtig viel Spaß, vor allem der Schnellwechsler am Arm bringt eine hohe Flexibilität an Werkzeugen die vorne angehängt werden können. Der verwendete Lipo hält für 30-45 Minuten Spielspaß. Je nachdem wie intensiv gearbeitet wird schwankt dieser Wert.